CDU-Politiker wollen „Filetstück“ entwickeln

CDU-Politiker wollen „Filetstück“ entwickeln

Andreas Stuhlmüller und Jens Nettekoven erklärten bei einem Rundgang ihre Ideen für den Stadtteil.

Was fehlt in Lüttringhausen? Was muss verbessert werden? Dazu haben der CDU-Spitzenkandidat für die Bezirksvertretung Lüttringhausen, Andreas Stuhlmüller, und Jens Nettekoven, CDU-Ratskandidat für Lüttringhausen-Zentrum, Ideen, die sie bei einem kleinen Rundgang vorstellten.

Viel Potenzial
Ein großes Thema ist der Verkehrsknotenpunkt Eisernstein – nicht nur aus verkehrlicher Sicht. Dass der Kreisverkehr nach über 20 Jahren endlich kommen muss, daran bestehe kein Zweifel und man wolle nicht noch einmal hintenanstehen, betonte Stuhlmüller, der als aktueller Bezirksbürgermeister die politischen Entscheidungen für den Stadtteil in den vergangenen sechs Jahren mitgeprägt hat. Hier sei Beharrlichkeit gefragt, ergänzte Nettekoven.

Doch auch aus städtebaulicher Sicht müsse etwas an dieser Stelle passieren. Aktuell biete das Gebiet keinen schönen Anblick, sei eine Katastrophe. Dabei gebe es viel Potenzial, wenn auch die Entwicklung eine Herausforderung darstelle.

Als „Filetstück mitten im Ort“ bezeichnete Nettekoven den brachliegenden Sportplatz des CVJM. Die Idee der beiden Politiker: Ein Ideenwettbewerb sowie Beratung über Fördermöglichkeiten für das Grundstück gemeinsam mit dem Eigentümer und weiteren Akteuren.

Nettekoven könnte sich auch durch den Bezug zur Kirche, eine soziale Einrichtung, etwa betreutes Wohnen, an dieser zentralen Stelle vorstellen. Bisher wird die Fläche vor allem für den Kinderzirkus genutzt. Ein Ausbau als Veranstaltungsfläche wäre ebenso denkbar. Die einzige freie Fläche, die den Lüttringhausern für Konzerte und andere Feste zur Verfügung steht, ist bisher die Heimatspielbühne.

Auch hier sehen die Beiden Handlungsbedarf. So fehle ein öffentliches WC, eine dauerhafte Bühnentechnik sowie eine Überdachung, etwa eine Art Sonnensegel. Ähnlich dem Lenneper Sommer könnte auch ein „Lüttringhauser Sommer“ auf der Heimatspielbühne stattfinden.

Die Ideen des Heimatbundes zur Aufwertung der Spielstätte gefallen Nettekoven gut. „Es müssen aber zunächst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden und in eine Hand kommen“, merkte er an. Insgesamt teilt sich die Fläche über drei Eigentümer auf.

Grundsätzlich schwebt Stuhlmüller und Nettekoven eine weitere Belebung der Gertenbachstraße vor. Die Ansiedlung von Einzelhandel sei jedoch nicht die Lösung. Vielmehr sei die Gastronomie ein neuer Ankerpunkt. Deshalb unterstütze man auch das Vorhaben von Gastronom Ali Topbas, der eine Tapas-Bar mit Außenbereich im Ortskern eröffnen möchte. Das sei ein „Sinnbild dafür, was man in der Straße ansiedeln kann“, betonte Nettekoven.

Engagieren wollen sich die Beiden auch für den Erhalt des letzten Kinderarztes im Dorf, der Ende des Jahres schließen soll. „Das Thema Ärzteversorgung wird uns ohnehin in den nächsten Jahren intensiver beschäftigen“, sagte Stuhlmüller. Denn auch in anderen Fachbereichen sind viele Mediziner kurz vor dem Ruhestand und schließen ihre Praxen in den kommenden Jahren, weil sie keinen Nachfolger finden.

Das läge zum Teil auch an den veralteten Praxen, wie sich die Bezirksvertreter in ihrer letzten Sitzung vom Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Frank Neveling, haben erklären lassen. Man müsse Anreize schaffen, betonte Stuhlmüller. Eine Möglichkeit wäre die Errichtung eines modernen Ärztehauses. Auch dafür biete der CVJM-Platz eine ideale Fläche.

Noch einmal neu aufrollen wollen sie das Thema Bürgeramt. Die Schließung in Lüttringhausen habe damals viele Bürger bewegt. Die Coronakrise habe gezeigt, dass es keiner zentralen Stelle bedarf, erklärt Nettekoven.

Die Idee: die Etablierung eines mobilen Bürgerbüros als Ergänzung zum Amt in der Innenstadt. Ein Beamter würde mit dem nötigen Equipment ausgestattet und würde an fixen Wochentagen in die Stadtteile kommen, sodass etwa Passangelegenheiten geregelt werden können. Stattfinden soll das in einer Filiale der Stadtsparkasse. Das Modell habe sich in anderen Städten bewährt und auch die Sparkasse Remscheid sei dafür offen, erklärte Nettekoven.

Bildquellen

  • CDU-Politiker Jens Nettekoven und Andreas Stuhlmüller beim Rundgang.: Foto: Anna Mazzalupi

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