Pfarrerin Schmid wechselt zur Schule

Pfarrerin Schmid wechselt zur Schule

Die Theologin wird ab Februar Religion in Wermelskirchen unterrichten. Sie bleibt aber Gemeindemitglied.

Pfarrerin Annette Schmid verlässt die Evangelische Gemeinde Lüttringhausen, bleibt jedoch dem Kirchenkreis Lennep erhalten. Ab Februar tritt die Theologin auf persönlichen Wunsch eine neue Stelle als Religionslehrerin am Gymnasium Wermelskirchen an.

Anknüpfungspunkte finden
„Ich hatte Lust auf eine Veränderung“, sagt die 47-Jährige. Vor ziemlich genau drei Jahren und drei Monaten trat Annette Schmid ihre Stelle als Seelsorgerin im Kirchenkreis Lennep an, konkret in der Evangelischen Gemeinde Lüttringhausen.

Hier war sie von Beginn an für die Kindertageseinrichtungen der Gemeinde zuständig. Eine Tätigkeit, die sie auch aus ihrer vorherigen Gemeinde im Kirchenkreis Obere Nahe in Rheinland-Pfalz gut kannte. Dort verbrachte sie nach ihrem Theologie-Studium in Wuppertal, Heidelberg und Bonn, einem halbjährigen Praktikum in Tansania und der entsprechenden Ausbildung ihre ersten zehn Jahre als Pfarrerin.

Der Grund für den Wechsel von Rheinland-Pfalz ins beschauliche Örtchen Lüttringhausen war vor über drei Jahren ihr Mann Matthias Schmid, ebenfalls Pfarrer. „Er erhielt das Angebot, im Gemeindedienst Mission und Ökumene des Kirchenkreises Lennep zu arbeiten“, erzählt Annette Schmid. Eine Herzensangelegenheit ihres Mannes, der in seinen Aufgaben von Lennep aus den Kontakt zu Partnergemeinden in Afrika pflegt. Die Familie zog nach Remscheid, und auch Annette Schmid erhielt eine Stelle im Kirchenkreis.

Ihr erster Eindruck von Lüttringhausen, erinnert sie sich, war durchweg positiv. „Ich war begeistert von der großen Stadtkirche, von dem schönen Gemeindehaus. Das hatte ich in Rheinland-Pfalz nicht“, sagt sie schmunzelnd. Gefallen habe ihr in Lüttringhausen auch immer der direkte Kontakt zu den Gemeindemitgliedern, besonders mit Eltern. Auch die Eltern-Kind-Gruppen habe sie während ihrer Zeit begleitet. „Das habe ich mit viel Herzblut gemacht.“

Im Sommer vergangenen Jahres beschloss sie, dass ihr eine neue Herausforderung guttun würde. „Nach 13 Jahren im Gemeindedienst wollte ich jetzt was anderes machen.“ Schmid hospitierte im Erzbischöflichen Gymnasium Wipperfürth und war gleich begeistert.

„Der Grund, warum ich damals Theologie studierte, war, dass es mir wichtig war, über den Glauben und Gott zu reden.“ In ihrer bisherigen Tätigkeit habe sie dazu eher weniger Gelegenheit gehabt. Stattdessen sei der Verwaltungsaufwand immer größer geworden.

Als Religionslehrerin sieht sie neue Möglichkeiten, mit einer neuen Zielgruppe, den Jugendlichen, in Kontakt zu treten. „Ich sehe es als große Chance, den Schülern dort zu begegnen, wo sie sind, Anknüpfungspunkte zu finden, weil es genau die Zielgruppe ist, die man sonst in der Gemeinde nicht so einfach erreicht.“

Umziehen wird Schmid für ihre neue Tätigkeit in Wer­mels­kirchen nicht. Sie bleibt Remscheid und auch ihrer Gemeinde Lüttringhausen erhalten, wenn auch nur als Mitglied. Ob es eine Nachfolge für Schmids halbe Stelle geben und wer sie besetzen wird, steht noch nicht fest.

Offiziell verabschiedet wird Annette Schmid am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr in der Evangelischen Kirche Lüttringhausen, Ludwig-Steil-Platz.

Bildquellen

  • Pfarrerin Annette Schmid.: Foto: Cristina Segovia-Buendía

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