Grün statt Wasser

Grün statt Wasser

Die TBR hat zwei Varianten zur Gestaltung des Brunnenplatzes ausgearbeitet.

Spätestens beim Rosenmontagszug wird es den meisten aufgefallen sein: Der Brunnen unterhalb der Filiale der Stadtsparkasse Remscheid an der Kölner Straße ist abgebaut, der Platz nun durch Betonklötze abgegrenzt. Entwürfe für die Neugestaltung wurden bereits von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) ausgearbeitet und in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lennep vorgestellt.

Zwei Entwürfe
Nadine von der Burg, bei der TBR für Grünflächenplanung verantwortlich, erläuterte die zwei ausgearbeiteten Varianten, die jeweils rund 39.000 Euro kosten würden. Die Stadtsparkasse, der ein Teilstück der Fläche gehört, prüfe derzeit, in welchem Umfang sich das Geldinstitut an der Maßnahme beteiligen kann. Ziel sei es, Aufenthaltsqualität zu schaffen, erklärt die Grünexpertin.

Deshalb gibt es in beiden Vorschlägen Sitzmöglichkeiten. Die Mitte des Platzes soll im ersten Entwurf durch ein Solitärgehölz ausgefüllt werden. Um die Geräuschkulisse durch den Verkehr einzudämmen, sieht der Vorschlag bepflanzte Granitpalisaden vor.

Vorschlag zwei sieht ähnlich aus. Im Zentrum würde allerdings ein Baum in einem Hochbeet stehen. Eine Stahlkonstruktion für Kletterpflanzen in einem bodenebenen Beet soll die Straßenseite abgrenzen. Das Gefälle an der Stelle würde durch eine Treppenanlage überwunden.

Grundsätzlich zeigte sich die BV offen für die Pläne. Allerdings hat Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) Bedenken, dass durch die pflanzliche Abgrenzung zur Straße eine „abgeschiedene Ecke“ entstehe. Das könnte gerade in den Abendstunden zum Problem werden. Das Grün solle eher als „transparenter Vorhang“ dienen und weniger den Platz abschotten, erwiderte von der Burg.

Bevor ein endgültiger Entschluss gefasst werden soll, gab es von der BV noch zwei Aufträge für die TBR-Mitarbeiterin. Zum einen soll geprüft werden, inwieweit eine Art Skulptur oder Steele auf der Fläche integriert werden kann. Die Pilgerfreunde Lennep würden mit so einer Installation gerne an die Tradition des Pilgerns erinnern.

Außerdem soll die Möglichkeit zur Integration von Parkplätzen ausgewertet werden. Jahrzehntelang sei dort – mit Duldung des Ordnungsamtes – unter anderem zum kurzen Be- und Entladen von den ansässigen Einzelhändlern gehalten worden, obwohl es sich nicht um einen Parkplatz handelte, merkte Kötter an. Deshalb bat Kötter, zu prüfen, ob das Einrichten einer Ladezone dort möglich sei. Zwar versprach von der Burg die Prüfung, viel Hoffnung auf Umsetzung gab sie jedoch nicht.

Beschluss verschoben
Eine dringende Sanierung benötigt zudem die Haltestelle am Kreishaus. Insgesamt 114.000 Euro aus der Nahverkehrspauschale sowie zusätzliche Mittel der TBR stehen dafür zur Verfügung (unsere Zeitung berichtete in der letzten Ausgabe).

Grundsätzlich sind die Bezirksvertreter mit den Vorschlägen der Verwaltung einverstanden. Den Beschluss fassten sie allerdings noch nicht. Zuerst fordern die Lokalpolitiker, dass der vor ein paar Jahren gefasste Beschluss zum Verkauf des dortigen Kiosks zurückgenommen wird. Dadurch soll gewähr­leis­tet werden, dass er nicht irgendwann aus städtischer Hand gegeben wird und nach der Umgestaltung der kleinen Insel verfällt.

Erster Schritt für Verlängerung
Die Verwaltung arbeitet nun Stück für die Stück Prüfaufträge des Rates zur Verlängerung der Balkantrasse in Richtung Lüttringhausen ab. Wie Burkhard Fey von der Verkehrsplanung in der BV berichtete, wolle man zunächst nach und nach die Frage nach dem Grunderwerb für die sogenannte Vorzugsstrecke entlang der Gleise klären.

Den Auftakt bildet dabei die Fläche an der Schlachthofstraße, die aktuell noch im Besitz der Deutschen Bahn ist. Sie ist nicht nur wichtig für die Trasse, sondern auch für die Erweiterung der „Park and Ride“-Möglichkeiten am Bahnhof. „Wir versuchen noch im ersten Halbjahr, die Verkaufsverhandlungen zum Abschluss zu bringen“, merkte Fey an. Parallel dazu werden auch die anderen Erwerbsmöglichkeiten geprüft.

Bildquellen

  • Am ehemaligen Brunnenplatz soll Grün für Aufenthaltsqualität sorgen.: Foto: Cristina Segovia-Buendía

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.