Empathie in schweren Zeiten

Empathie in schweren Zeiten
Die Lenneperin Elisabeth Erbe ist ausgebildete Trauerrednerin.

Den Menschen mit seinem Leben, seinem Herzen und seinem Wesen in den Vordergrund zu stellen, ist Liz Erbe wichtig. Seit Mai 2019 ist die Lenneperin eine IHK-zertifizierte freie Rednerin. Neben Trauungen spricht sie vor allem als Trauerrednerin auf Trauerfeiern. Eine nicht immer ganz leichte Aufgabe, die sie jedoch mit viel Herzblut und Engagement erfüllt.

Erinnerungen sammeln
Der Wunsch, sich zur Freien Rednerin ausbilden zu lassen, entstand jedoch durch ihre Tätigkeit als Journalistin. In über 20 Jahren in dem Beruf hat sie vor allem die Begegnungen mit den Menschen geschätzt. Hinter die Fassade zu schauen, den Menschen nahezukommen und die Persönlichkeit zu beschreiben, habe ihr immer am meisten gefallen. Auf diese Erfahrung greift sie bei der Begleitung von Angehörigen und Trauernden zurück.

Vor allem Empathie sei in diesen schweren Zeiten wichtig, um den Angehörigen den Weg zum Abschied erträglicher zu gestalten. „Es ist tröstlich, wenn die Verwandten das Leben des Verstorbenen Revue passieren lassen“, beschreibt sie. Im Gespräch werden Schätze der Vergangenheit, liebe- oder humorvolle Erinnerungen gesammelt. Diese werden dann zu einer ganz persönlichen Trauerrede verfasst.

Die Trauerfeier verabschiedet den Verstorbenen in Würde, liebevoll, wertschätzend und persönlich. Für sie selbst stellt die Rede eine postume Würdigung des Toten dar und zeige, welche Spuren ein Mensch hinterlässt. Dass sie die Angehörigen so nah an sich ranlassen, sei für sie eine Ehre, betont sie. „Wer eine sehr intensive und persönliche Trauerfeier wünscht, ist bei mir genau richtig“, erklärt Erbe, die unabhängig von der Konfession des Verstorbenen spricht. Auf Wunsch integriert die gläubige Christin allerdings auch Elemente der evangelischen oder katholischen Kirche, spricht beispielsweise den Segen, Gebete, das Vaterunser oder auch Fürbitten bei der Beerdigung. Auch die Lieder für die Trauerfeier können individuell zusammengestellt werden.

Bei der Ausbildung in Köln hat sie verschiedene Methoden gelernt, um frei aus dem Gedächtnis reden zu können. Dadurch entstehe zusätzlich eine gewisse Nähe und persönliche Atmosphäre. Anders als bei Trauungen sei es bei einer Beerdigung wichtig, zur Ruhe zu kommen. „Die Nachfrage nach freien Rednern wird immer größer, weil der Wunsch nach sehr persönlichen und individuellen Zeremonien immer weiter wächst“, hat Erbe beobachtet.

Kontakt
Freie Rednerin Liz Erbe
www.erbe-reden.de
E-Mail: elisabeth.erbe@arcor.de

Bildquellen

  • Elisabeth Erbe: Foto: Privat

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert