Lüttringhauser Anzeiger

Sternsingen mal anders

Die Sternsinger in Lennep und Lüttringhausen verzichten in diesem Jahr auf den Besuch einzelner Haushalte, sondern werden in Lüttringhausen vor dem Rathaus und in Lennep am Alter Markt um Spenden bitten.

VON STEFANIE BONA

Erstmals geht die Katholische Kirchengemeinde St. Bonaventura und Heilig Kreuz beim diesjährigen Sternsingen neue Wege. Am nächsten Samstag, 6. Januar, werden sich die über 50 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Lennep und Lüttringhausen aufteilen und in großen Gruppen auf dem Lenneper Alter Markt und vor dem Rathaus in Lüttringhausen ihre Lieder singen und ihre Segensgrüße unters Volk bringen.

Gute Erfahrungen in Barmen

Nach einer Aussendungsfeier in den katholischen Kirchen beider Stadtteile geht es zunächst in die Altenheime, um dann von 10.15 bis 12 Uhr an den zentralen Plätzen die Menschen zu erfreuen und natürlich auch Spenden für Kinder in Not in aller Welt zu sammeln. Wer mag, kann zum Marktplatz bzw. zum Rathaus kommen und dort den Segensgruß per Aufkleber abholen und mit nach Hause nehmen. Gleichzeitig gehen die Sternsinger mit ihren Spendendosen herum und bitten um Zuwendungen für die Projekte der Aktion Dreikönigsingen 2024. Die Idee zu dem veränderten Konzept sei aus dem Kreis der Katechetinnen und Katecheten gekommen, die die Kinder auf dem Weg zur Erstkommunion begleiten. Wie in den vergangenen Jahren üblich, sind es die Kommunionkinder der Gemeinde, die als Sternsinger unterwegs sind. Bislang besuchten Gruppen von jeweils drei bis vier Mädchen und Jungen verkleidet als Heilige Drei Könige die Familien. „Jede Kleingruppe hätte in diesem Jahr bei rund 90 Haushalten vorbeischauen müssen, die den Besuch der Sternsinger erwarten. Diesem Anspruch können wir jedoch kaum noch gerecht werden“, erklärt Diakon Rony John, der das Dreikönigssingen vor Ort alljährlich mit Unterstützung von Ehrenamtlichen koordiniert. So hätten manche Familien einen Besuch erhalten, andere aber aus Zeitmangel nicht, was dann zu Enttäuschungen und Unverständnis geführt hätte. Die Idee, das Ganze an zentrale Orte zu verlagern, sei indes nicht neu und werde zum Beispiel in Wuppertal-Barmen seit Jahren praktiziert. Ein Vorteil dabei ist sicherlich, dass man auch Menschen und Passanten erreicht, die ansonsten keine Verbindung zu den Sternsingern haben. „In Barmen gibt es gute Erfahrungen damit“, betont der Diakon und ergänzt gleichzeitig: „Für uns ist es ein Versuch, der nicht in Stein gemeißelt ist. Sollten wir feststellen, dass es nicht so klappt, wie wir es uns vorstellen, werden wir neu überlegen“, so John.

Gut zu wissen
Gemeinsam für unsere Erde
Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ stehen die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur im Fokus der Aktion. Die Aktion Dreikönigssingen 2024 bringt den Sternsingern nahe, vor welchen Herausforderungen Kinder und Jugendliche in Amazonien stehen. Sie zeigt ihnen, wie die Projektpartner der Sternsinger die jungen Menschen dabei unterstützen, ihre Umwelt und ihre Kultur zu schützen. https://www.sternsinger.de/

Bildquellen

  • Sternsingen 2024_LLA Verlag_01.24_web: LLA Foto