Die 3000er-Marke wird gleichwohl wieder erreicht werden , sagt Organisator Peter
Ickert. Sportdezernent Thomas Neuhaus hofft auf viele Zuschauer bei „der
sportlichen Visitenkarte unserer Stadt“.
Von Henning Röser
Neue Rekordzahlen wie noch im Vorjahr, als 3400 Läuferinnen und Läufer dabei sein
wollten, konnten die Organisatoren des Remscheider Röntgenlaufs zum Stand der
Anmeldungen für die 24. Auflage des Röntgenlaufs bei einem Pressetermin im Rathaus
nicht verkünden. Mit den 3100 bis 3200 Anmeldungen, die Peter Ickert, bis zum Start am
25. Oktober erwartet, ist der Erfinder des beliebten Landschaftslaufs daher „nicht ganz
zufrieden“.
Bis zur Pressekonferenz am Mittwoch (11 Tage vor dem Start) lagen 2637 Anmeldungen
vor. Ickert sieht dabei „ein zweigeteiltes Bild“. Auf den „langen Strecken“ Halbmarathon,
Marathon und Ultramarathon (62 Kilometer) befinde man sich fast auf Vorjahresniveau.
Fast halbiert haben sich dagegen die Zahlen bei den Kinderläufen über 400 und 800
Meter sowie bei den Crossläufen über 1250 und 2500 Meter.
Weil der Trend auch in der Laufszene zu kurzfristigen Entscheidung geht, rechnet Ickert
bis zum 25. Oktober noch mit vielen Kurzentschlossenen, die sich erst in der Startwoche
entscheiden. Für diese Zielgruppe hatte er eine Motivationshilfe auf seinem Smartphone
parat. „Bestes Laufwetter“ bei Temperaturen von 9 bis 13 Grad zeigte seine Wetter-App.
Dass der Lauftermin diesmal mitten in die Herbstferien fällt, sei „einfach ein bisschen
hinderlich“, ergänzte der auch für den Sport zuständige Dezernent Thomas Neuhaus, der
auch Vorsitzender des Röntgen Sport Clubs ist. Neuhaus setzt darauf, dass am letzten
Sonntag im Oktober viele Zuschauer an die Strecke kommen, um die Sportler anzufeuern.
„Ein richtig guter Volkslauf lebt davon, dass die Menschen kommen, zugucken und
Stimmung machen.“ Der Röntgenlauf sei „die sportliche Visitenkarte unserer Stadt“ .
Veränderungen gibt es bei der Sport-Messe mit Pasta-Party am Vorabend des Laufs in
der Turnhalle im Sportzentrum Hackenberg. Weil sich in diesem Jahr weniger Anbieter
von Sportartikeln angemeldet haben, wird die Stadt die frei gewordenen Flächen nutzen,
„um unsere Region zu präsentieren“, sagte Neuhaus. Die Bergischen Drei, die
gemeinsame Tourismusorganisation der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal wird
am Samstag vor dem Lauf für das Städtedreieck werben.
Ickert und Neuhaus betonen, dass der Röntgen-Lauf anders als die großen
Laufveranstaltungen in Hamburg, Berlin oder Köln „keine kommerzielle Veranstaltung“ sei.
Getragen werde er von einem ausrichtenden Verein und vor allem von der Mithilfe von
insgesamt 450 Ehrenamtlichen aus anderen Remscheider Vereinen. Diese besondere
Konstruktion mache möglich, dass die Anmeldegebühren in Remscheid deutlich niedriger
liegen als in den Großstädten. Die vielen Helfer sorgen unter anderem dafür, dass die
Sportler alle fünf Kilometer einen Versorgungstand vorfinden.
Eine wichtige Änderung gibt es bei der Laufstrecke. Der millionenschwere Neubau des
Freibads Eschbachtal verlangt den Teilnehmern auf der Marathon- und Ultra-
Marathondistanz kurz vor dem Ziel in diesem Jahr noch mal eine zusätzliche Anstrengung
ab. Anders als in den vergangenen Jahren können Sie aus Richtung Preyersmühle
kommend nicht mehr entlang der Eschbachtalstraße und dann weiter quer über das
Freibad-Gelände zum Verpflegungspunkt laufen. Das wäre in der aktuellen
Baustellensituation zu gefährlich. Der neue Streckenverlauf führt zunächst bergauf in
Richtung Falkenberg Straße und biegt dann rechts ab in das Waldstück oberhalb der
Liegewiesen des Freibads an der Stadtgrenze zu Wermelskirchen. Der Weg hinunter zum
Buswendeplatz, an dem sich der Durchlauf bei Kilometer 42,2 befindet, hat ein starkes
Gefälle, erklärt Frank Zickler von der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Remscheid,
dessen Verein an dieser Stelle den Verpflegungspunkt für die Sportler betreut.
Hinweisschilder werden die Läufer über diese neue Situation informieren, berichtet
Zickler.
Fotos: Veranstalter
