Lüttringhauser Anzeiger

Heimatbund feiert Kottenbutteressen mit vielen Gästen

Bernhard Hoppe betont Rolle als unabhängige Stimme für Lüttringhausen – bewegendes Gedenken an Peter Maar

(red) Mit einem vollbesetzten Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde hat der Heimatbund Lüttringhausen sein traditionelles Kottenbutteressen gefeiert. Presbyter Herbert Bechem begrüßte die Gäste im Namen der Gemeinde. Vorsitzender Bernhard Hoppe zeigte sich über die starke Resonanz erfreut. „Wir hatten kaum Absagen, dafür müssen wir eben ein bisschen enger zusammenrücken.“ Mit augenzwinkernder Kritik wandte sich Hoppe an Oberbürgermeister Sven Wolf sowie Vertreter von Rat und Verwaltung. Er sei eigentlich „stinksauer“, weil der Kreisverkehr am Eisernstein so gut und vorzeitig fertiggestellt worden sei – „damit nehmt Ihr mir jede Möglichkeit zur Kritik!“ Anschließend dankte er der Stadt ausdrücklich für die gelungene Umsetzung und hob besonders Dr. Gerhilt Dietrich und Sebastian Hahn von der Bezirksvertretung Lüttringhausen e.V. hervor.

Unabhängiges Sprachrohr im „rebellischsten Bergdorf“
Die große Zahl an Gästen wertete Hoppe als Bestätigung, dass der Heimatbund im „rebellischsten Bergdorf Remscheid“ auf dem richtigen Weg sei, Verständigung miteinander statt gegeneinander, miteinander reden statt übereinander. Der Heimatbund verstehe sich als unabhängiges, überparteiliches Sprachrohr der Bevölkerung. „Lüttringhausen ist ein liebens- und vor allem lebenswerter Stadtteil – dafür zu sorgen, ist unsere Aufgabe“, betonte Hoppe. Trotz Krieg, Inflation und steigenden Energiekosten blicke man optimistisch auf 2026 mit Bauernmarkt, 175-Jahr-Feier des CVJM, Parkfestival und dem „Tag der Vereine“.

Ehrung und Gedenken
Im Zentrum des Gedenkens stand Ehrenvorsitzender Peter Maar, der am 27. Dezember 2025 im Alter von 83 Jahren verstarb. Von 2004 bis 2017 leitete er den Heimatbund mit großem Engagement. Die diesjährige Ehrenbürgernadel erhielt Dirk Bosselmann (85), seit über 51 Jahren Mitglied und 21 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender.

Bauprojekte und Ausblick
Oberbürgermeister Sven Wolf, Stadtdirektor Sven Wiertz und weitere Vertreter der Stadtverwaltung informierten über aktuelle Bauprojekte: Modernisierung der JVA Lüttringhausen, Bebauung des Schützenplatzes, Entwicklung des Alten Bahnhofs, geplante Stadtteilbücherei in der Alten Feuerwache sowie die Suche nach einem Sportplatz-Standort in Klausen. Als Dank für die Zusammenarbeit beim Kreisverkehr überreichte TBR-Leiter Axel Raue dem Vorsitzenden das Lüttringhauser Wappen aus Cortenstahl.

Klaus Everling blickte auf 2025 zurück, Thorsten Greuling auf 2026 voraus. Klaus Walder warb für die Radwege und den Bürgerbusverein, der seit Dezember 2004 über eine Million Kilometer unfallfrei zurückgelegt hat.

Foto: LLA

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