E-Mobilität: „Volle Power“ an erster halböffentlicher Ladestation in Lüttringhausen

E-Mobilität: „Volle Power“ an erster halböffentlicher Ladestation in Lüttringhausen

Das Thema E-Mobilität steht in Lüttringhausen nicht nur seit dem Bahnhofsfest im vergangenen Jahr im Fokus. Das Elektrounternehmen Bornewasser hat sich schon früh spezialisiert und installiert Kunden unter seiner Marke emobitec seit einiger Zeit private Ladeboxen in der heimischen Garage. „Die dürfen nämlich nur vom Elektriker errichtet werden“, erklärt Inhaber und Elektromeister Detlef Bornewasser. Kürzlich beschloss die Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen zudem die Einrichtung zweier Parkplätze für Elektrofahrzeuge inklusive Installation einer Schnellladesäule der EWR auf dem Parkplatz neben dem Rathaus.

Tanken mit Ökostrom

Doch bis die erste öffentliche Säule in Betrieb genommen wird, können Fahrer von Elektroautos nun auch schon woanders tanken: Am 1. März 2019 wurde bei der Firma Bornewasser an der Olper Höhe die erste halböffentliche Ladesäule in Lüttringhausen offiziell in Betrieb genommen. Halböffentlich, weil sie zwar für jeden zugänglich ist, aber auf privatem Grund steht. „Wir wollten praktisch tätig werden“, berichtet Detlev Janning, bei emobitec für das Marketing und das Projektmanagement zuständig, über die Beweggründe zur Förderung der Elektromobilität. Auf zwei Stellplätzen vor dem Haus können ab sofort E-Autos „betankt“ werden – natürlich mit Ökostrom. „Nur Chip dranhalten und laden“, erklärt Janning das Prinzip. Auch eine Bezahlung via PayPal oder Kreditkarte ist möglich – bald wahrscheinlich auch mit EC-Karten.

Zwar liege die Station etwas außerhalb des Stadtteils an der vielbefahrenen Beyenburger Straße, auch schon vor dem offiziellen Start hätten bereits einige Autofahrer die Säule angesteuert, berichtet Junior-Chef Kevin Bornewasser. „Die meisten bleiben dabei im Auto sitzen, spielen mit dem Handy und laden rund 15 Minuten.“ Diese Tankzeit sei beliebt, die Batterie vollständig zu laden, das mache man wenn dann meist daheim. „Die meisten Fahrer gucken, wie viel sie zum Ziel benötigen“, erklärt Janning. An der Bornewasser-Säule an der Olper Höhe kann mit zweimal 22 kW geladen werden. „Ein Zoe ist damit in zwei Stunden voll.“

Warum sich das Unternehmen eine eigene Ladesäule in den Vorgarten gestellt hat, das hat nicht nur mit der Unternehmensphilosophie zu tun. Klar möchte man die E-Mobilität fördern, „man sollte aber nicht nur großen Energieversorgern den Markt überlassen“, findet Detlev Janning. „Jeder kann eine eigene Säule aufstellen – und damit Geld verdienen“. Je nach Ausstattung gibt es Ladesäulen schon von 3.500 bis etwa 11.000 Euro. Und die Preise fürs „Tanken“ kann jeder selbst bestimmen. „Alles unter 11 kW ist nicht anmeldepflichtig“, ergänzt Detlef Bornewasser.

„Die E-Mobilität fängt gerade erst an“, weiß Janning, „und entwickelt sich progressiv.“ Durch Förderprogramme beim E-Auto-Kauf werde die Preisdifferenz zu üblichen Verbrennern inzwischen nahezu aufgehoben. Und dann könne man beim „Tanken“ doppelt profitieren: Man schütze nicht nur die Umwelt, „das Auto fährt auch zum halben Preis.“

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